Die
Republik Indien (
Bhārat) hat etwa 1,1 Milliarden Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von 3.287.590 km² . Die Hauptstadt Indiens ist
Neu-Delhi, welches zusammen mit
Delhi etwa 12 Millionen Einwohner hat. Die indischen Amtssprachen sind
Hindi und
English, daneben sind noch 21 weitere Hauptsprachen, wie Urdu, Telugu oder Malayalam offiziell anerkannt. In ganz Indien werden über 800 Dialekte gesprochen. Hindi ist eine so genannte indogermanische Sprache. Das heisst, sie ist mit den meisten europäischen Sprachen verwandt, was sich deutlich bei den Ähnlichkeiten einiger Wörter zeigt. Die Schrift des Hindi wird als
Devanagari bezeichnet. Mit der
Devanagari werden auch das Sanskrit, Marathi und Nepali geschrieben.
Indien ist die Heimat zweier grosser Weltreligionen, des
Hinduismus und des
Buddhismus. Heute bekennen sich etwa 80,5% der indischen Bevölkerung zum
Hinduismus, hingegen ist der Anteil des
Buddhismus mit etwa 0,8% sehr klein. Vor allem in Nordwest- und Nordost-Indien ist der
Islam verbreitet, mit einem Gesamtanteil von etwa 13,4%. Weiterhin bekennen sich etwa 2,3% zum Christentum, etwa 1,9% zum
Sikhismus, und etwa 0,4% zum
Jainismus. Einer der beliebtesten und populärsten hinduistischen Götter ist
Ganesha. Etwa 72% der Bevölkerung zählen zur nordindisch-indoarischen und etwa 25% zur altindisch-dravidischen Bevölkerung im südlichen Indien. Die weiteren Völkergruppen haben eine Anteil von etwa 3% wobei es sich vor allem um tibeto-birmanische, Munda- und Mon-Khmer-Volksgruppen im Himalayaraum und Nordostindien handelt. Etwa 8,2 Prozent gehören zur indigenen Stammesbevölkerung (
Adivasi). Die indische Verfassung erkennt mehr als 600 Stämme als sogenannte
scheduled tribes an. Bis heute ist das tägliche Leben der indischen Bevölkerung noch stark durch das
Kastensystem geprägt. Ungefähr 16,2 Prozent der indischen Bevölkerung werden zu den so genannten Unberührbaren (scheduled castes) gerechnet. Da sie ebenso wie die
scheduled tribes in der Gesellschaft stark benachteiligt sind, werden
scheduled castes und
scheduled tribes vom indischen Staat durch eine Quotenregelung gefördert. Die Situation der
Frauen in Indien wird vor allem in den ländlichen Gebieten noch sehr durch die patriarchalen Traditionen bestimmt.
Indien ist eine
Republik und Demokratie, das indische Parlament wird gebildet aus zwei Kammern, der
Lok Sabha (Abgeordnetenhaus), und der
Raja Sabha (Länderkammer). Die
Lokh Sabha besteht aus maximal 550 Abgeordneten und wird alle fünf Jahre neu gewählt. Die Amtsdauer der heute 245 Abgeordneten der
Raja Sabha beträgt hingegen sechs Jahre. Das indische Staatsoberhaupt ist die Präsidentin Pratibha Patil. Derzeitiger Regierungschef ist der Premierminister Manmohan Singh. Die letzten Parlamentswahlen fanden 2009 statt mit einem erneuten Sieg der Kongress-Partei. Die indische Nationalhymne
Jana Gana Mana enthält Strophen eines Gedichtes von Rabindranath Tagore. Indien wurde am 15.08.1947 unabhängig und gleichzeitig in Indien und Pakistan geteilt. Die Indische Union setzt sich aus 28 Bundesstaaten und 6 zentral verwalteten Unionsterritorien zusammen.
Für die
Reise nach Indien benötigt man ein Visum, welches bei der
Indischen Botschaft in Berlin oder einem der drei Generalkonsulate in München, Frankfurt oder Hamburg beantragt werden kann. Bei der Reiseplanung ist die Berücksichtigung des Monsuns sinnvoll. Dieser zieht ab Ende Mai mit starken Regenfällen und sehr hoher Luftfeuchtigkeit von Südindien mehrere Monate nordöstlich durch Indien. In Nordwest-Indien kommt es immer wieder in den Sommermonaten zu verheerenden Überschwemmungen. Die beste Reisezeit liegt zwischen etwa November und März, wenn der Regen gering und die Temperaturen angenehm sind.