Herausgegeben und aus dem Japanischen übertragen von Ekkehard May
ISBN: 3871620637
DIETERICH'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG MAINZ
2006 - Leinen - 479 Seiten - zahlreiche Illustrationen
Shômon III.
Der Band versammelt insgesamt 131 Haiku mit Übersetzung, Sachkommentar, Interpretation sowie jeweils vertiefenden Annotationen von Ekkehard May.
Mit dem Ruf „Zurück zu Bashô“ wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts eine Renaissance der haikai-Dichtung eingeleitet. Die Verse der „Neuen Blüte“ (chûkô) orientierten sich nach einer Phase der Stagnation und des Rückfalls in artifizielle Spielereien wieder am „echten Stil“ (shôfû), wie er durch Bashô und seine Schule (shômon) vorgeprägt war.
Der Band schließt sich zeitlich an die beiden vorausgegangenen Bände Shômon I und II an, die die zehn bedeutendsten Schüler des Meisters vorgestellt hatten, und bringt dreizehn Autoren, deren Schaffen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts reicht. Den Anfang machen Enkelschüler Bashôs, danach folgen einige relativ unabhängige Dichter und im letzten Drittel folgt eine Gruppe, die den Kern der Bewegung bildete. Ihre Zentralfigur, Yosa Buson (1716–1783) wird allerdings ausgespart, da in diesem Verlag mit Dichterlandschaften von G. S. Dombrady schon eine umfangreiche Monographie zu diesem Autor vorliegt. Unter den hier vorgestellten Haiku-Dichtern trat vor allem der sehr eigenständige und originelle Yokoi Yayû (1702–1783) hervor, von dem überraschend pointierte Verse stammen. Auch von Tan Taigi (1709–1771), der in seiner Bedeutung von vielen Kritikern gleich hinter dem Dreigestirn der Edozeit Bashô, Buson, Issa eingeordnet wird, gilt es in der Tat vieles zu entdecken. Von ihm stammen u.a. Verse mit einem feinen Erotizismus, im Haiku sonst eher selten.
Neben einigen Kalligraphien der Autoren, die selber zum Teil hervorragende Maler und Zeichner waren, sollen Abbildungen aus Blockdruckbüchern die Alltagsrealität im Japan des 18. Jahrhunderts illustrieren und verstehen helfen.
(DIETERICH'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG)
ISBN: 3871620637
DIETERICH'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG MAINZ
2006 - Leinen - 479 Seiten - zahlreiche Illustrationen
Shômon III.
Der Band versammelt insgesamt 131 Haiku mit Übersetzung, Sachkommentar, Interpretation sowie jeweils vertiefenden Annotationen von Ekkehard May.
Mit dem Ruf „Zurück zu Bashô“ wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts eine Renaissance der haikai-Dichtung eingeleitet. Die Verse der „Neuen Blüte“ (chûkô) orientierten sich nach einer Phase der Stagnation und des Rückfalls in artifizielle Spielereien wieder am „echten Stil“ (shôfû), wie er durch Bashô und seine Schule (shômon) vorgeprägt war.
Der Band schließt sich zeitlich an die beiden vorausgegangenen Bände Shômon I und II an, die die zehn bedeutendsten Schüler des Meisters vorgestellt hatten, und bringt dreizehn Autoren, deren Schaffen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts reicht. Den Anfang machen Enkelschüler Bashôs, danach folgen einige relativ unabhängige Dichter und im letzten Drittel folgt eine Gruppe, die den Kern der Bewegung bildete. Ihre Zentralfigur, Yosa Buson (1716–1783) wird allerdings ausgespart, da in diesem Verlag mit Dichterlandschaften von G. S. Dombrady schon eine umfangreiche Monographie zu diesem Autor vorliegt. Unter den hier vorgestellten Haiku-Dichtern trat vor allem der sehr eigenständige und originelle Yokoi Yayû (1702–1783) hervor, von dem überraschend pointierte Verse stammen. Auch von Tan Taigi (1709–1771), der in seiner Bedeutung von vielen Kritikern gleich hinter dem Dreigestirn der Edozeit Bashô, Buson, Issa eingeordnet wird, gilt es in der Tat vieles zu entdecken. Von ihm stammen u.a. Verse mit einem feinen Erotizismus, im Haiku sonst eher selten.
Neben einigen Kalligraphien der Autoren, die selber zum Teil hervorragende Maler und Zeichner waren, sollen Abbildungen aus Blockdruckbüchern die Alltagsrealität im Japan des 18. Jahrhunderts illustrieren und verstehen helfen.
(DIETERICH'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG)




