ISBN: 3518224395
Suhrkamp Verlag
2010 - gebunden - 250 Seiten
Übersetzt von Friedhelm Bertulies und Kim Sun Young
Was ist Dichtung, was kann sie, was soll sie bewirken, wem dient sie? Yi Munyol bearbeitet diese Fragen in seinem Roman. Dieser ist dem koreanischen Dichter Kim Byongyon (1807-1863) gewidmet.
"Der Dichter" entstammt einer adligen Familie. Als sich der Großvater auf die Seite von Aufständischen schlägt fällt sie in Ungnade. Im Elend versucht sich nun der junge Mann als Dichter und beginnt mit einer Verdammung des Großvaters. Doch es nützt nichts. So muss er seine Frau und sein Kind verlassen. Nun stimmt er schon bald das Lob des Großvaters an, dann schmeichelt er dem Volk und lobt die Natur. Dann schreibt er Propaganda für eine Gruppe revolutionärer Banditen - die ihn jedoch verjagen. Der eigene Sohn, der versucht, den alten Mann nach Hause zu schleppen, läßt ihn ziehen, weil er begreifen muß, daß sein Vater endlich nur dem Dichten verpflichtet ist.
In seinem Roman zeigt Yi Munyol die Härte gesellschaftlicher Ächtung, die so zum Auslöser dieses Dichterlebens wird. Seine kraftvolle und lakonische Erzählung bezieht die Gedanken und Lehren, sowie teilweise auch, Kim Byongyons Gedichte mit ein.




