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Myanmar

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Die Union von Myanmar - früher Burma bzw. Birma, hat etwa 54 Millionen Einwohner und setzt sich aus zahlreichen (etwa 135) ethnischen Volksgruppen zusammen. Mit etwa 70% umfasst die Volksgruppe der Birmanen (Bamar) den grössten Bevölkerungsanteil, grössere Minderheiten bilden die Volksgruppen der Shan, Kachin, Karen, Chin, Mon und Arakenesen. Myanmar erstreckt sich über eine Fläche von etwa 676.600km² und ist damit in etwa zweimal so gross wie Deutschland. Administrativ ist Myanmar in 7 Staaten und 7 Divisionen mit insgesamt 55 Distrikten eingeteilt. Die Hauptstadt ist Naypyidaw (Pyinmana) und die Landeswährung der Kyat.

Religion: Das Land ist durch den Buddhismus geprägt, etwa 89% der Bevölkerung sind Buddhisten, jeweils etwa 4% bekennen sich zum Christentum und Islam und etwa 3% praktizieren Stammesreligionen.

Sprache: Die Amtssprache in Myanmar ist Birmanisch, die einzelnen Volksgruppen sprechen vorwiegend ihre eigenen Minoritätensprachen (z.B. Shan, Kachin, Arakenesisch, Chin, Mon, Karen).

Natur und Klima: Das Land wird von Gebirgen eingerahmt und grenzt im Süden an die Bucht von Bengalen und die Andamanen-See. Von Norden nach Süden durchfliesst der Irrawaddy das Land. Der Fluss ist mit einer Länge von 2170 km der zweitlängste Strom Festland-Südostasiens. In Myanmar herrscht ein tropisches Wechselklima (Monsun).

Staat und Politik: Myanmar ist die letzte noch existierende Militärdiktatur in Südostasien. Obwohl es immer wieder Versuche der Opposition und zuletzt auch buddistischer Mönche gab, politische Veränderungen zu erreichen und freie Wahlen zu ermöglichen, hat die Militärjunta weiterhin das Machtmonopol inne. Die bisherigen Versprechungen auf Wahlen stellen sich immer wieder als Täuschungen heraus, um den Status Quo aufrechtzuerhalten. Der Wahlsieg der National League for Democracy im Jahr 1990 wurde für ungültig erklärt, dessen Symbolfigur und Hoffnungsträgerin Aung San Suu Kyi steht seit über 20 Jahren unter Hausarrest.

Neuere Geschichte: Das Land ist seit vielen Jahrzehnten durch Militärdiktatur und Bürgerkrieg geprägt. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und den maßgeblichen Verhandlungen Aung Sans wurde Myanmar 1948 von Grossbritannien unabhängig. Nach einer demokratischen Phase vorwiegend unter U Nu, kam es 1962 durch General Ne Win zu einem Miltärputsch und ein Revolutionsrat übernahm die Regierung. Unter der Direktive eines birmanischen Weges zum Sozialismus kam es in der Folge zu umfassenden Verstaatlichungen und militärischen Auseinandersetzungen mit den Truppen des ins Exil nach Thailand geflüchteten U Nu. Nachdem Ne Win 1988 seine Machtbasis verlor, folgte nach einem kurzen Zwischenspiel Sein Lwins und Maung Maungs ein Putsch von General Saw Maung, dessen Militärregierung einen so genannten Staatsrat für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung (SLORC) etablierte. Demokratische Wahlen von 1990 brachte einen Sieg für die oppositionelle Nationale Liga für Demokratie (NLD). Das Wahlergebnis wurde von den Militärs jedoch für ungültig erklärt, und folgende Proteste blutig niedergeschlagen. Die Spitzenkandidatin der NLD und Wahlsiegerin Aung San Suu Kyi ist seit 1989 immer wieder unter Hausarrest gestellt worden, welches erst kürzlich wieder verlängert wurde.

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1 Besatzung, Widerstand, Verwaltung und Militär
2 Entstehung der Nationalbewegung und der Tats
3 Der 2. Weltkrieg und die Japanische Invasion

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