ISBN: 3895022373
Horlemann Verlag
2007 - kartoniert - 224 Seiten.
Globale Stadt und autoritärer Staat. Singapur - das ist für die meisten Menschen hier zu Lande vor allem eine moderne Metropole in Südostasien, ein Wirtschaftswunderland und ein beliebter Zwischenstopp auf dem Weg zu den Fernreisezielen in Thailand, auf Bali und anderswo in der Region. Gleichzeitig haben drakonische Strafen für bereits kleinste Vergehen und eine anhaltend hohe Zahl von Hinrichtungen dem Stadtstaat über die Jahrzehnte auch im Ausland den Ruf eines autoritären Landes eingebracht. Und während selbst ehemalige Diktaturen wie Indonesien mittlerweile auf dem Weg der Demokratisierung sind, bleiben Meinungsfreiheit und politische Opposition in Singapur weiterhin eingeschränkt.
Autoritarismus und Repression sind zentrale Elemente einer Entwicklungspolitik, die Singapur zu einem der reichsten Staaten Südostasiens gemacht hat und die den Menschen im Land einen Wohlstand bescherte, der in der Region ohne Vergleich ist. Doch die sozialen Kosten dieses ""autoritären Developmentalism"" sind hoch und das Buch zeigt auf, wer die Gewinner und wer die Verlierer dieser Politik sind. In sieben Essays spürt der Autor den vielschichtigen Formen der autoritären Politik in Singapur und ihren Auswirkungen auf das Alltagsleben der Menschen im Stadtstaat nach.
Rolf Jordan ist Sozialwissenschaftler und arbeitet seit Jahren intensiv zum sozialen und politischen Wandel in Singapur. Er ist im Vorstand der Südostasien Informationsstelle und des Fördervereins des Asienhauses in Essen und Mitarbeiter in den Redaktionen der Zeitschriften >Pacific News< (Göttingen) und >südostasien< (Essen). Zahlreiche Publikationen zu Singapur, darunter >Migrationssysteme in Global Cities. Arbeitsmigration und Globalisierung in Singapur<
( Horlemann Verlag )




