Verwaltungsreformen Britisch-Indien 1773-1833
Die Handels-Kompanie - „East India Company“, hatte sich im Laufe des 18. und frühen 19.Jahrhunderts mit eigener Armee, dem Handels- und Steuermonopol und eigener Rechtsprechung die militärische, politische und wirtschaftliche Vorherrschaft über Indien gesichert. Im Laufe der territorialen Ausdehnung über Indien, hatte die „East India Company“ nicht alle Fürstentümer Indiens unter ihre direkte Verwaltung gestellt. In einigen Gebieten konnten die lokalen Maharajas unter Maßgabe der „East India Company“ weiterherrschen.
Regulating Act for India 1773
1773 wurde im „Regulating Act for India“ das Amt des „Governor-General“ als höchste Autorität über die von der „East India Company“ in Indien verwalteten Gebiete geschaffen. Da sich das neue Amt des „Governor-General“ auf diejenigen Gebiete bezog, welche direkt der „East India Company“ unterstellt waren, verlieh man ihm noch zusätzlich den Titel des „Viceroy of India“ („Vizekönig von Indien“). Dieses sollte eine bessere Basis für die Beziehungen zu den von den Maharajas eigenständig verwalteten Fürstentümern dienen. Dem Governor-General wurde zur Beratung und Abstimmung ein Rat zur Seite gestellt - der „Council of India“, welcher zunächst aus vier „Counsellors“ der East India Company gebildet wurde. Diese vier Mitglieder wurden vom „East India Company`s Court of Directors“ gewählt. In diesem Gremium, welches die Richtlinien der britischen Politik in Indien festlegte, und vor allem die Interessen der „East India Company“ vertrat, hatte jedes Mitglied des „Councils“ sowie der „Governor-General“ eine einfache Stimme. Bei Stimmengleichstand im Rat war jedoch die Stimme des „Governor-Generals“ entscheidend. 1784 wurde die Anzahl der Mitglieder im „Council“ von 4 auf 3 „Counsellors“ reduziert.
Charter Act 1833
Mit dem „Charter Act“ von 1833 wurde dem „Governor-General“ die vollständige Autorität über Britisch Indien übertragen. Die Anzahl der Mitglieder des „Councils“ wurde wieder auf 4, vom „East India Company`s Court of Directors“ zu wählenden Personen erhöht.

Verwaltungsreformen Britisch-Indien 1773-1833
Verwaltungsreformen Britisch-Indien 1858-1861
Verwaltungsreformen Britisch-Indien 1892-1935
Sepoy-Aufstand - 1.Indischer Unabhängigkeitskrieg
Simon Commission 1927-1928
Round Table Conferences 1930-32




