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Tibet
![]() Mit Tibet wird zum einen das Hochland von Tibet als die Region der traditionellen tibetischen Kultur bezeichnet, welche sich über Ländergrenzen Chinas, Indiens, Nepals und Bhutans hinweg erstreckt. Zum anderen ist das Autonome Gebiet Tibet ein Teil Chinas. Nach chinesischem Zensus aus dem Jahr 2000 leben im Autonomen Gebiet Tibet etwa 2,5 Millionen Tibeter, etwa 160 000 Han und etwa 30 000 Hui, Monba u.a. ethnische Gruppen. Die tibetische Exilregierung sprach 1998 von etwa 6 Millionen Tibetern und 7,5 Millionen Chinesen in der Autonomen Region Tibet sowie etwa 110.000 Exiltibetern. Geographisch und kulturell kann Tibet in die Regionen Amdo (Nordosttibet), Kham (Südosttibet), Gyarong (Osten), Changthang (Hochlandsteppe), Ü-Tsang (Zentraltibet) und Ngari (Westtibet) gegliedert werden. Die chinesische Administration unterteilte die Provinz in die Verwaltungsgebiete Lhasa, Nagqu, Nyingchi, Ngari, Qamdo, Shannnan und Xigaze. Die Haupstadt ist Lhasa, es wird vorwiegend Tibetisch und Han-Chinesisch gesprochen, die traditionelle Religion ist der Tibetische Buddhismus.
Im Tibetischen Buddhismus können vier Hauptschulen unterschieden werden. Die Nyingmapa- (Nyingma), die Sakyapa- (Sakya), die Kagyüpa- (Kagyü) und die Gelugpa-Schule (Gelug). Die von Tsongkhapa (1357-1419) gegründete, und auch als "Gelbmützenschule" bezeichnete Gelugpa-Tradition ist vor allem in Zentraltibet und im Norden Amdos vertreten, wohingegen die "Rotmützenschulen" der Nyingmapa, Sakyapa und Kagyüpa mehr im Osten Tibets, in Amdo und Kham zu finden sind.
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