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ISBN 3-8258-5128-1
LIT Verlag
Reihe: Südostasien Entwicklungen - Problemstrukturen - Perspektiven Band 10
2000 - kartoniert - 288 Seiten
Zwischen Ideologie und Tradition
Unter der Ideologie des Marxismus-Leninismus hatte die Partei lange Zeit versucht, das kulturelle Erbe Nordvietnams von `rückständigen' Vorstellungen und `schädlichen' Praktiken zu `reinigen'. Spätestens nach Kriegsende lebten die religiösen Traditionen nordvietnamesischer Dorfgemeinschaften jedoch verstärkt wieder auf. Im Verlauf dieser Revitalisierung erfuhren nicht nur die dörflichen Riten und Feste Modifikationen, sondern auch die diesbezüglichen staatlichen Richtlinien. Am konkreten Beispiel eines nordvietnamesischen Handwerksdorfes dokumentiert die Studie zunächst, auf welche Weise und mit welchem Erfolg die Partei beim Aufbau des Sozialismus in das rituelle Leben der Landbevölkerung eingriff. Ferner untersucht die Autorin, welche Faktoren schließlich zu einer Änderung der staatlichen Haltung führten, wie sich diese Entwicklung im öffentlichen Diskurs niederschlug, und welche Konsequenzen die Restrukturierung der Festkultur im Untersuchungsdorf nach sich zog.



