ISBN: 3857874023
Lenos Verlag
2009 - gebunden - 133 Seiten
Übersetzt von Hartmut Fähndrich
Roman
In der Direktion der Staatssicherheit wird ein Text gefunden, welcher von einem Gefangenen in einer Geheimschrift verfasst wurde. Ein Angehöriger der Partei erhält nun den Auftrag, den Text zu entschlüsseln. Lange hatte Furât, der Verfasser des geheimen Textes, gezögert, bevor er das Papier, welches ihm ein anderer Gefangener heimlich zugesteckt hatte, zu füllen begann, es war einfach zu gefährlich. Der Irak befindet sich im Krieg, das totalitäre Regime duldet keinen Widerspruch, der Gefangene Furât ist Folter und Demütigungen ausgesetzt. Die weissen Blätter geben ihm ein Stück Freiheit zurück.
In faszinierendem Wechsel zwischen Erinnerung und Gegenwart, Reflexion, Angst- und Wunschträumen schildert der junge Mann das Leben der Studenten mit seinen abstrusen Verordnungen und Verboten, der permanenten Überwachung und Indoktrination durch die "baathistische Absurditätspartei", den aufgezwungenen Massenveranstaltungen, aber auch die glücklichen Momente mit seiner Geliebten Arîdsch und seiner Grossmutter - zwei nicht konformen Frauen, die ganz entscheidend zu seinem Durchhalten beitragen. Schreiben als Widerstand: Mit der "Irakischen Rhapsodie" ist Sinan Antoon ein eindrucksvolles, poetisches Debüt gelungen.
"Einer der wichtigsten irakischen und arabischen Romane, die in jüngster Zeit veröffentlicht wurden." (Al-Hayat, London)
Der Autor Sinan Antoon wurde 1967 als Sohn eines irakischen Vaters und einer amerikanischen Mutter geboren. Er studierte englische und arabische Literatur sowie Arabistik. Seit 1991 lebt er in den USA. Er veröffentlichte Gedichte und Essays auf Arabisch und Englisch in Zeitschriften der arabischen Welt, ausserdem die Gedichtsammlung "The Baghdad Blues". Daneben ist er als Übersetzer und Dokumentarfilmer ("About Baghdad") sowie als Assistenzprofessor an der New York University tätig. 2008/09 war Sinan Antoon Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.




