ISBN: 3036952756
Kein + Aber Verlag
2010 - gebunden - 192 Seiten
Islamische Republik, Gottesstaat, Atommacht - im Westen kennt man den Iran vornehmlich unter Schlagwörtern. Doch dieses widersprüchliche Land ist mehr als politische Unterdrückung, Rückständigkeit und Fanatismus. Das Selbstverständnis der heutigen Iraner ist weltoffen, modern und aufgeschlossen. Die jungen Frauen kommen der Kopftuchpflicht mit ironischer Distanz und modischem Selbstbewusstsein nach. Das Bildungsniveau ist - zumindest in den Städten - hoch. Eine wissbegierige Jugend rappt auf Persisch, geht auf Partys und ist nicht zuletzt bereit, für ihre Rechte zu kämpfen, wie durch die Proteste gegen die Präsidentschaftswahl im Juni 2009 auf deutliche Weise sichtbar wurde.
Die Iranerin Parsua Bashi kehrte im vergangenen Jahr, nach sechs Jahren im Westen - in den Iran und nach Teheran zurück. In den hier versammelten Essays berichtet sie nun mit großem Gespür für Zwischentöne von ihrem dortigem Leben. Parsua Bashi berichtet jenseits der politischen Vorurteile und den westlichen Klischees von dem alltäglichen Leben in Teheran zwischen Unterdrückung und Freiheit, sie erzählt von Hoffnung, Angst und einem unbeugsamen Willen zur Veränderung.
Parsua Bashi wurde 1966 in Teheran geboren, sie studierte Grafikdesign und arbeite als freie Grafikerin. Ihre Arbeiten, darunter viele Buchcover, waren in diversen Ausstellungen zu sehen und wurden mehrfach ausgezeichnet. Parsua Bashi ist auch Modedesignerin und Kinderbuchautorin. Sie lebte von 2004 bis 2009 in Zürich. 2007 veröffentlichte sie die grafische Novelle Nylon Road, die inzwischen auch in Spanien und den USA erschienen ist.
Erscheinungsdatum: Herbst 2010




