Klaus Pander
ISBN: 3770136802
Dumont Reise
2010 - kartoniert - 384 Seiten
Zahlreiche meist farbige Abbildungen und Karten
Usbekistan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Kasachstan.
Zentralasien ist etwa so groß wie Westeuropa und eine Region voller Gegensätze: Mächtige Gebirge, weite Steppen und Wüsten, aber auch fruchtbare Oasen. Hier leben mehr als 55 Millionen Menschen und verschiedene ethnische Gruppen - Usbeken, Turkmenen, Kirgisen, Kasachen, Tadschiken, Tataren und weitere ethnische Minderheiten. Hier trifft man auf eine vom Islam geprägt Welt im Aufbruch, fünf unabhängige Republiken, welche früher der Sowjetunion angehörten und nun ihre eigene Sprache und Kultur wieder aufleben lassen. Für die einen ist es die Vielfalt der Natur, deren Flora und Fauna einzigartig sein dürfte, für die anderen das riesige architektonische Museum unter freiem Himmel, warum es sich lohnt, diese ferne Welt kennen zu lernen. Sehenswert sind sie auch heute noch, die ehemaligen Zentren an der Großen Seidenstraße, die immer wieder an Märchen aus Tausendundeiner Nacht erinnern: Buchara, Samarkand, Termes, Kohne Urgentsch, Turkestan, Fergana oder Chiwa. Überwältigend sind aber auch die zahlreichen archäologisch besonders wertvollen Zeugnisse einer großen Vergangenheit: Merw, Pendschikent, Toprak Kale oder Afrasiab. Was aber die zeitgenössische Architektur betrifft, bieten vornehmlich die "jungen" Hauptstädte der Republiken ein wahres Kontrastprogramm. Dieser Kunst-Reiseführer ist ein zuverlässiger und kundiger Begleiter, der es immer wieder versteht, Interesse zu wecken, sich dieser neuen anderen Welt zu öffnen. So stellt der Autor Klaus Pander zunächst die Region und ihre Bewohner vor, und vermittelt sodann einen ersten Einblick in die Geschichte Zentralasiens sowie die islamische Kunst. So erschließen sich die beeindruckenden und kulturell bedeutenden Orte und Stätten Zentralasiens. Der Autor, Klaus Pander, ist ein ausgewiesener Kenner der zentralasiatischen Region. Seine Erfahrungen als wissenschaftlicher Reiseleiter zwischen Amu Darja und Syr Darja kann er in diesem Kunst-Reiseführer weitergeben. Es spricht zweifelsohne für die hervorragende Qualität eines Reiseführers, der einer weitgehend unbekannten Region zwischen Europa und Asien gewidmet ist, dass innerhalb weniger Jahre schon mehrere aktualisierte Neuauflagen erschienen sind.




