Die National League for Democracy (NLD) will sich nicht an den von den Militärs für dieses Jahr angekündigten Wahlen in Myanmar beteiligen. Dieses verkündete ein Sprecher der Partei nach einer Versammlung von etwa 100 Mitgliedern der Partei am Montag in Rangoon. Grund für den Boykott seien die von den regierenden Militärs festgelegten unfairen Wahlbedingungen. Die Militärregierung Myanmars hatte kürzlich erst auch eine Kandidatur von Aung San Suu Kyi für die NLD verboten. Die National League for Democracy hatte die letzten demokratischen Wahlen 1990 mit Aung San Suu Kyi mit großer Mehrheit gewonnen. Der Sieg war von den Militärs nicht anerkannt und Aung San Suu Kyi seitdem unter Haussarrrest gestellt worden. Die von der Militärregierung vorgegebenen Wahlbedingungen wurden bereits u.a. von den Vereinten Nationen und den USA verurteilt. Die wenn überhaupt stattfindenen, und dann wohl nur pseudo-demokratischen Wahlen scheinen so ausgestaltet zu werden, dass die Vormachtstellung der Militärs weiterhin gesichert bleibt und eine zivile Regierung relativ machtlos bliebe.
Quellen: BBC News Al Jazeera


