Die burmesische Militärregierung hat nun den Termin zu den angekündigten Wahlen bekanntgegeben. Am 7. November soll in Myanmar erstmals seit 20 Jahren wieder gewählt werden. Dabei können die Wahlen nicht als demokratisch, weder als fair noch als frei bezeichnet werden. Vorab sind bereits 25 Prozent der Parlamentssitze für das Militär reserviert. Keine verurteilten Personen dürfen sich an den Wahlen beteiligen – somit sind zahlreiche Oppositionelle sowie die populäre Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi bereits im Vorfeld von den Wahlen ausgeschlossen (erst kürzlich wurde ihr Hausarrest erneut bis kurz nach den Wahlen verlängert). Ebenso dürfen keine Persönen religiöser Gemeinschaften an den Wahlen teilnehmen – so können auch nicht die buddhistischen Mönche an den Wahlen teilnehmen. Buddhistische Mönche hatten die letzten, blutig niedergeschlagenen Demonstrationen im September 2007 angeführt. Die National League for Democracy (NLD), welche mit Aung San Suu Kyi die letzten demokratischen Wahlen 1990 mit großer Mehrheit gewonnen hatte, wird ebenfalls nicht an den Wahlen teilnehmen. Die Partei hatte bereits angekündigt, diese Wahlen zu boykottieren und sich nicht registrieren lassen. So scheint es zweifelhaft, ob mit diesen Wahlen tatsächlich politische Veränderungen in Myanmar zu erwarten sind.


